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Mittwoch, 11. Januar 2012

Hoffnung im Wollen

Ich frage mich, was ich in den knapp 6 Jahren meines Studiums gelernt habe. Ich muss lange darüber nachdenken. Erschreckend lange.
2006 als hoffnungsvoller Erstsemester ins Studium gestartet und und schon im dritten Semester auf dem ernüchternden Boden der Tatsachen angekommen. Ich habe Buchstaben ausgemalt, Stillleben (mit drei l) gezeichnet und versucht die Technik des Aquarellierens zu übernehmen. Doch vielmehr wollte ich Ich sein und darüber hinaus. Ab da an wurde geblockt. Ich wollte das Fotografieren lernen, wollte ein guter Fotograf sein. Ich wollte Schriften lernen, um gute Bücher zu setzen. Ich wollte illustrieren lernen, wollte coole Zeichnungen machen.
Ich habe fotografiert und die Lust verloren, Schriften habe ich nie verstanden und mit 12 Jahren konnte ich besser zeichnen als jetzt.
Heute bin ich fast fertig mit dem Studium. Das wichtigste was ich gelernt habe, vorwiegend im letzten Jahr, ist nicht irgendwelches Fachwissen. Es ist meine Fähigkeiten besser mit mir und Menschen umzugehen.
Was habe ich mit der Zeit angefangen? Sicherlich zu wenig. Aber wollen will ich immer noch.

Mittwoch, 2. November 2011

Sport frei!

Wer hätte das gedacht ... am wenigsten ich. Der Sportsgeist hat mich ergriffen.
Meine ganze Jugend und noch einige Zeit danach habe ich den Sport tabuisiert. Es gibt nämlich Dinge, die schließen sich gegenseitig aus. So sollte ein Blinder kein Auto fahren, und ein Bewegungslegastheniker (schreibt man das so?) kein Sport treiben - zur Sicherheit aller. Nun, Zeiten ändern sich. Ich badmintone (die Übersetzung dieses fürchterlichen Denglisch wäre Federball spielen).
Ich finde ja so einige Sportarten sehr interessant: Hockey, Badminton, Skaten, Tischtennis und Tanzen. So richtig im "professionell" habe ich jedoch keins ausgeübt. Alles nur auf der Hobby-Spaß-just-for-fun-Schiene.
Jeden Mittwoch wird nun die Sporthalle in Wismar unsicher gemacht. Denn die Studenten haben die großartige Möglichkeit in Wismar kostenlos am Hochschulsport teilzunehmen. Das Angebot ist überraschend vielfältig. Von Tauchen bis Capoeira findet sich etwas selbst für die größte Couchpotatoe.
Das anstrengende am Badminton ist die Lauferei (wobei Bewegung bei Sport wahrscheinlich eh unumgänglich ist) und die Ausfallschritte. Die haben es echt in sich. Das soll nicht nur zum Knackpo führen, vorab kommt der Muskelkater. Am nächsten Morgen wachst du mit ihm auf und ist für die kommenden drei Tage dein ständiger Begleiter.
Was mich aber trotz dieser Schinderei zum Sport treibt - ist das Gefühl danach. Hier ist nicht der Muskelkater gemeint, sondern der freie Geist. Sehr philosophisch das Ganze.
Auf die Schläger fertig los.

Mittwoch, 24. August 2011

neue Arbeit, neues blog

Nun also mache ich Diplom. Komisch irgendwie. Diplom Designer in spe. Naja. Woll'n ma' sehen was das so wird mit mir. Zumindest 'nen Job hab' ich schon. Auch wenn ich Nichts verdiene. Wer braucht schon Geld! ^^
Nun ja, ich. Ein wenig zumindest. Aber auch das wird schon. Irgendwie. 

Freitag, 11. März 2011

Liebeserklärung an das Leben

Mein Studium hat wieder angefangen. Die Ferien sind vorbei (wobei, was sag ich, Ferien hatte ich nicht...). Der Frühling lässt vorsichtig sein Anlitz erkennen. Doch die ersten warmen Sonnenstrahlen kann ich nur von drinnen genießen. Es ist einfach zu viel zu tun.
Doch ich freue mich unglaublich auf das kommende Semester. Es wird mein letztes sein, danach beginne ich mit dem Diplom. WOW, Diplom Designer - hört sich geil an. Und wie es der Zufall so will, werden genau die Kurse angeboten, die mich echt interessieren - alles über Buchlayout. Denn das will ich später auch machen. TASCHEN - ich komme! Dann werde ich höchstwahrscheinlich einen Kunstgeschichtskurs über Islamische Kunst belegen. Und wenn alles klappt, bekomme ich die dazugehörige Studienfahrt gleich mit. Ich reise doch so gern. Ach ja, und ein Seminar für Existenzgründer besuche ich auch. Es passt einfach alles! Und das Tüpfelchen auf dem i ist, dass ich diesen Kurs mit meinen Liebsten mache. Und wo wir schon beim Thema sind, Hase ich liebe Dich. Hab ich ein Glück, dich getroffen zu haben. Du gibst mir die Ruhe nach einem stressigen Tag.
Und nicht nur das ich Dich kennengelernt habe, nein, auch deine Freunde sind mir ans Herz gewachsen. Und natürlich ganz besonders deine Bandmitglieder. Was habe ich für ein Glück! Welcher Partner spielt schon Schlagzeug, was ja eh die coolsten Musiker sind, in einer bald super mega bekannten Band?!
Wen es interessiert hier ein Link: www.dievorboten.de

Dienstag, 12. Oktober 2010

Moment bitte

Das Seminar geht 1,5h. Zeit zum Diskutieren, Fragen stellen, Erörtern, Analysieren und Widerlegen. Für mich aber ist es ein aussichtsloser Wettlauf mit den Gedanken Anderer. Dann bist du halt zu langsam. Sicher, das kann man sagen. Zu langsam aber für was? Zu langsam für's Studieren? Ich dachte... Ja zu spät gedacht!


Das Seminar beginnt. Ich bin gut vorbereitet. Der Text ist gelesen. Zweimal. Notizen schmücken den Rand. Die ersten Fragen werden gestellt, mein Hirn fängt an zu arbeiten. Denken. Da kommt schon die nächste Frage. Halt! Nicht so schnell, wie war noch gleich die Frage? Wie kommt er jetzt darauf? Moment. Ah ja. Die Diskussion baut sich auf. Es ist spannend. Klingt spannend. Habe ich wirklich eine Ahnung worum es hier geht? In der Zwischenzeit weitere Erörterungen. Nein, das sehe ich anders. In meinem Kopf formatiert sich die Frage. Nächste Frage. Zu spät. Weiter. Immer mehr Teilnehmer bereichern das Gespräch. Alle haben wichtige Sachen zu sagen. Ich auch. Sicher? Ja. Nur noch nicht jetzt.

Soll denn meine einzige Chance sein intellektuell wahrgenommen zu werden, allein Hausarbeiten zu verfassen? Da kann ich mir soviel Zeit nehmen, wie ich brauche.

Dienstag, 18. Mai 2010

Viel zu tun und glücklich

Boah. Hatte super viel Stress, positiven Stress. Viel zu tun, aber alles geschafft. Und das bin ich jetzt auch ^^ Als ich drauf und dran war den Kopf zu verlieren, hab ich mir ne Zwangspause verordnet. Hinterher gings mir besser ... und das ist das Ergebnis



















Ein bisschen krakeln und die Welt ist wieder in Ordnung ...

Donnerstag, 13. Mai 2010

Das Unbekannte

Das Unbekannte ist ein Begriff ohne Definition. Es ist nicht greifbar, ohne Materie;  allein das Wort verrät seine Existenz.
Ich versuche daher, mich dem Unbekanntem von linguistischer Seite zu nähern. Das Wort „unbekannt“ ist im Vergleich zum Unbekannten an Sich zu sehen, sichtbar. Für mich, als stark visuell orientierter Mensch, ist Sichtbarkeit ein wichtiger Aspekt meines Empfindens.

Zu allererst aber, ich bin kein Linguist. Ich bin Designer. Die nachfolgende Begriffsanalyse ist daher nicht wissenschaftlich linguistischer Natur, sondern rein visueller. Ich beschreibe das sichtbare, geschriebene Wort.
Das Wort unbekannt, gliedert sich in drei Silben; un-be-kannt. Als erstes fällt auf, der Wortanfang ist eine Verneinung. Die Vorsilbe Un- ist vergleichbar mit nicht oder nein. Ist die wörtliche Verneinung also ein Hinweis auf die materielle Nicht-Existenz? Oder beschreibt sie die Verneinung von etwas Bekanntem?
Der mittlere Wortteil -be- ist sehr interessant. Die zwei scheinbar unwichtigen Buchstaben haben bei genauerer Betrachtung eine vielsagende Bedeutung. Sie beschreiben die Passivität des Begriffs. Die Vorsilbe be- bezieht sich stets auf ein Subjekt. Ich gehe also davon aus, dass sich das Unbekannte stets aus dem Blick des Menschen erklärt. Der Mensch steht daher im Zentrum meiner weiteren Betrachtung.
Der hintere Wortstamm -kannt, bezieht sich auf kennen. Ein mögliches Synonym wäre das Verb wissen.
Nehmen wir nun alle drei Silben mit ihren neuen Begriffspaaren, ergibt sich das Wort nicht-wissen.
Wir wissen nun, dass wir das Unbekannte nicht wissen. Ich schließe daraus, dass die materielle Existenz des Unbekannten nicht greifbar, nicht existent ist. Ist es aber dennoch möglich, etwas Unsichtbares, nicht Existentes visuell darzustellen? Durchaus. Denken wir zum Beispiel an das EEG aus der Medizin, womit Gehirnströme aufgezeichnet werden können; schwarz auf weiß. Die Ströme aber sind auch messbar. Wie verhält es sich aber mit dem Unbekannten? Ist es messbar? Ist es fühlbar? Sichtbar? Da ich es nicht weiß, die Deklination von wissen stellt eine spannende Analogie zur Farbe Weiß her, beschließe ich fortan alle meine Sinne zu schärfen, um das Unbekannte zu finden.

Der Gemeinsamkeit der Begriffe wissen – ich weiß und der Farbe Weiß möchte ich nachgehen. In der additiven Farbmischung  ist Weiß das Licht. Alle Lichtwellen mit ihren unterschiedlichen Energiewerten zusammen ergeben die Farbe Weiß.
Wenn ich nun den Bogen zur Linguistik schlage, das Unbekannte ist Nicht-Wissen, hieße dies wiederum, das Unbekannte ist Nicht-Weiß. Das Licht ist weiß, hell und energiegeladen. Ist das Unbekannte demnach schwarz, dunkel und ohne Energie? Wenn es aber keinerlei Energie hätte, wäre es physikalisch nicht existent. Es scheint also etwas Transzendentes zu sein. Das Wort etwas weist auf das sächliche Geschlecht des Unbekannten hin.
Zusammenfassend bin ich also auf der Suche nach einer Sache, die physikalisch nicht existent ist, sie aber transzendental erfassbar wäre. Transzendenz beschreibt einen metaphysischen Zustand der wissenschaftlich nicht greifbar ist. Es ist vielmehr ein Gefühlszustand. Das Unbekannte – ein Gefühl?

Stütze ich mich nun auf die Gefühlsebene und der Dunkelheit. Beide Begriffe gehen miteinander her, da unser Gehirn stets Bilder produziert. Gerade in der Nacht, wenn das menschliche Auge seiner Funktion beraubt wird, schnellen Blitze, Schatten und Figuren aus der Dunkelheit hervor. Nicht existente Formen gruppieren sich zu sonderbaren Skulpturen. Und schongleich greift der Ratio in die Situation ein. Wir sehen etwas, was eigentlich gar nicht da ist. Aber selbst nachdem unser Geist uns auf die nichtexistente Tatsache aufmerksam gemacht hat, sehen wir weiterhin Bilder. Oder meinen es zumindest. Ist es pure Einbildung, ein Streich unserer Fantasie? Ja und Nein.

Licht ist, wie Feuer, eines der bedeutendsten Phänomene für alle Kulturen. Künstlich erzeugtes Licht ermöglicht dem Menschen ein angenehmes und sicheres Leben.
Ihr Gegenspieler ist die Dunkelheit. Vor ihr fürchten sich Kinder wie Erwachsene. Das unheimliche an ihr, ist ihr Charakter: das Dunkle. Essentiell ist das ungewohnte Fehlen von optischen Reizen. Wir können weniger sehen, uns weniger orientieren. Das Bewegen in der Dunkelheit fällt schwer, da Gefahren nicht erkannt werden können. Symptomatisch begleitet uns daher ein Gefühl der Unsicherheit und Angst. Auslöser kann dabei die erwartete Bedrohung der körperlichen Unversehrtheit sein; das eigene Leben ist das höchste Gut.

Dieses menschliche Grundgefühl der Angst, äußert sich in bedrohlich empfundene Situationen.
Es hat die überlebenswichtige Funktion, unsere Sinne zu schärfen. Die Angst ist also ein Schutzmechanismus, der in Gefahrensituationen ein angemessenes Verhalten (etwa Flucht) einleitet.
Sie bereitet das Lebewesen auf eine „Kampf- oder Flucht-Situation“ vor. So steigert die Angst unsere
Aufmerksamkeit, die Pupillen weiten sich und Seh- und Hörnerven werden empfindlicher. Der ganze Körper ist angespannt, um schnell zu reagieren – vor dem Unbekannten.
Doch vor was oder wen müssen wir uns schützen? Trachtet etwa jemand nach unserem Leben? Oder existiert der „schwarze Mann“ tatsächlich?

Nicht Geister und Dämonen sind es, die uns schaudern, vielmehr ist es die Einsamkeit in der Dunkelheit. Ohne Licht scheint alles grenzenlos zu sein. Keine Wände und keine Grenzen aber auch keine Wege. So sind wir ohne Halt und scheinen uns in der Dunkelheit zu verlieren. Doch diese scheinbare Körperflucht ist irrtümlich. Sie ist ein Ausdruck der Angst vor uns selbst. Die eigenen unliebsamen Empfindungen, Erinnerungen und Gedanken nutzen die Dunkelheit, um sich zu zeigen.
So ist es besonders die Nacht, die terrestrische Dunkelheit, vor der wir bangen. Wenn wir träumen, und Körper und Geist sich vom Tage erholen, kommen unbewusste Probleme und Gefühle zum Vorschein. Wir träumen.
Carl Gustav Jung, eine Schweizer Psychiater und Begründer der Analytischen Psychologie, vertrat die Ansicht, dass sich in Träumen unsere Fehler in Schatten manifestieren. So ermutigte er seine Patienten sich intensiv mit deren Schatten zu beschäftigen, um mehr über sich selbst zu erfahren. Denn nicht was hell und klar zutage tritt macht uns Angst, sondern das Ungewisse.
Dunkle Gestalten wollen uns also nicht ängstigen oder quälen. Nein, sie wollen uns lehren und leiten, um wieder zu uns selbst zu finden.

Die Nacht ist demnach eine ambivalente Zeit. In ihr findet der Mensch Ruhe und Entspannung, sie kann aber auch Chaos und Probleme mit sich bringen. Vor allem aber hebt sie das Irrationale hervor und erschließt darüber die Geheimnisse des Seins. Sie bringt das im Dunkel liegende Unbewusste an den Tag. Die Nacht birgt aber nicht nur Geister und Schauer. Sie provoziert Neugier vor dem Kommenden. Sie ist die Zeit vor dem kommenden Tag, die Brache vor dem neu beginnenden Wachstum.
Die Nacht mit der einhergehenden Dunkelheit konzentriert sich in der Farbe Schwarz. In Analogie zu Weiß entspricht Schwarz als nichtbunte Farbe dem Absoluten. Es verkörpert das Undifferenzierte.
Aus der totalen Finsternis, aus dem Nichts entsteht symbolisch das Ur-Chaos, das Abgründige vor der Schöpfung. Sie ist jener Raum, aus dem alles entstand. So heißt es in der Genesis: "Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe [...]"

Wenn ich also noch einmal zusammenfasse: das Unbekannte ist ein Gefühl, welches auf Angst beruht und sich vornehmlich im Dunklen zeigt.
Dunkelheit ist aber nicht nur während der nächtlichen Stunden, sie herrscht auch in Höhlen und Räumen, in denen kein Licht hineinfällt. Es muss also nicht immer die Nacht mit ihren Träumen sein, in der uns das Unbekannte begegnet. Selbst bei Stromausfall, in den eigenen vier Wänden, haben viele Menschen ein beklemmendes Gefühl.

Das eigene Zimmer, die Wohnung oder gar das eigene Haus ist der Rückzugsort eines Jeden. Es bietet Schutz, Vertrautheit und Geborgenheit. Doch in der Dunkelheit zieht eine gewisse Fremdheit selbst in diese Räume. Das Phänomen bei weitem tritt nicht immer auf, auch nicht bei jedem. Doch besonders an Tagen, an denen wir uns unwohl fühlen, an denen scheinbar nichts funktioniert sind wir besonders empfindsam. Dann formt sich der Schatten der Blume in der Dunkelheit zu einem Teufelsgesicht und in den Ecken sammelt sich die Schwärze. Hinter die Tür trauen wir uns erst gar nicht zu schauen. Doch macht uns nicht die Tür Angst oder die Dunkelheit an sich, sondern das, was sich dahinter verbirgt.
Das Zimmer verkörpert als Teil des Hauses einen Teil der Persönlichkeit. In Räumen lässt sich das Unbewusste oder die Entfaltung im Lebensraum finden. Das Zimmer ist der Spiegel der Persönlichkeit. Hier ist jeder ganz bei sich selbst. Wenn nun aber Dämonen der Dunkelheit entsteigen, wird es Zeit, sich selbst zu stellen.
Wir nehmen Zweifel, Ahnungen und Ungewissheiten erst wahr, wenn sie sich zu Gespenstern formatieren. Sie bahnen sich einen Weg zu unseren Ängsten, weil nur noch die Angst uns erreicht. Die Beziehung zum Rest unseres Körpers haben wir verloren.

Die Fotografische Umsetzung folgt

Sonntag, 9. Mai 2010

Ipad und App Gestaltung

Ein neues Medium ist auf dem Markt - das ipad. Momentan beschäftige ich mich innerhalb meines Studiums mit der Gestaltung von Apps. Meine Haltung aber zum ipad ist ... skeptisch.
Es soll eine Revolution im Medienkonsum bewirken. Ich warte ab, beobachte, halte mich aber bereit - auch zum weglaufen. Ich bin ein aufgeschlossener Mensch, zwar zögerlich gegenüber neuen Dingen ... doch bei dieser technischen Entwicklung bin ich wirklich skeptisch. Der Bildschirm ist nicht gemacht für langes Draufgucken, auch wenn es die übliche Verwendung seitens der Industrie ist. (Die Nutzung als Lichtquelle ist durchaus vorhanden.) Vielmehr ist wohl aber das Auge, der Mensch im Gesamten nicht dazu geschaffen, sich vor den Monitor zu setzen. Die auftretenden Symptome sind hinreichend medizinisch untersucht und sollen hier nicht weiter erörtert werden. Mir ist es wichtiger auf ein Stück Kultur hinzuweisen, welches im Begriff ist zu verschwinden (ich hoffe nicht!). Das Buch.
Das Rascheln der Seiten beim Blättern, der verschieden Gerüche (besonders bei älteren Exemplaren), die abgegriffenen Seiten, Eselsohren, Kaffeeflecken und Markierungen im Text. All das steht dem kühlen und astrein daherkommenden Text der neuen Medien gegenüber. Das Buch löst sich in elektronische Daten auf. Und damit verschwindet ein Stück Kultur.

Nachtrag: Ich hatte das Ipad in der Hand. Nun - ich bin vor Glück nicht gestorben. Um es deutlich zu sagen: es hat mich nicht umgehauen. Ich muss aber gestehen, dass ich von der Formatänderung von Hoch- zum Querformat fasziniert war. Mehr aber auch nicht.
Wie ein mögliches AppLayout für das Ipad aussehen könnte, seht ihr hier http://julianesagert.blogspot.com/p/arbeiten.html