Posts mit dem Label Alltag werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Alltag werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Freitag, 18. Oktober 2013
Individueller Massengeschmack
Eine Nonne fährt U-Bahn. Zwischen all den Individualisten fällt sie kaum auf.
Dienstag, 15. Oktober 2013
Und täglich grüßt das Murmeltier
Menschen widern mich an. Sie ziehen die Nase hoch, stinken nach Pisse, schmatzen, belästigen mich mit ihrer lauten Musik, stinken nach Schweiß, ziehen immer wieder die Nase hoch, atmen mich mit ihrem warmen Atem an, stinken nach Muff, ziehen die Nase hoch, spucken aus, schnarchen, röcheln, rülpsen und furzen vor sich hin.
Dienstag, 11. Juni 2013
Tierliebe
Heute auf dem Nachhauseweg, 18:40 Uhr
Eine Frau kniet auf dem Bürgersteig und sammelt mit einem Taschentuch etwas vom Boden auf. Sie steht auf, geht ein paar Schritte, um sich dann erneut wieder zu bücken. So geht das ein paar Mal.
Ich bin neugierig und gehe auf sie zu. Und siehe da! Die Frau rettet Nacktschnecken, die sich vom benachbartem Feld auf den Gehweg verirrt haben. O__o So recht, weiß ich ja nicht, was ich davon halten soll ^^
Eine Frau kniet auf dem Bürgersteig und sammelt mit einem Taschentuch etwas vom Boden auf. Sie steht auf, geht ein paar Schritte, um sich dann erneut wieder zu bücken. So geht das ein paar Mal.
Ich bin neugierig und gehe auf sie zu. Und siehe da! Die Frau rettet Nacktschnecken, die sich vom benachbartem Feld auf den Gehweg verirrt haben. O__o So recht, weiß ich ja nicht, was ich davon halten soll ^^
Donnerstag, 9. Mai 2013
unnütz
Jeden verdammten Tag muss ich mir die U-Bahn mit stumpfsinnigen Volldeppen teile. Wenn sie einfach nicht mehr da wären, wäre die Bahn gleich viel leerer.
Mittwoch, 1. Mai 2013
Fahrradkultur
Marienplatz, gegen 22:30 Uhr, es ist dunkel
Auf dem Radl eine ältere Dame. Trotz sommerlichen Temperaturen trägt sie eine weiße Strickmütze. Ansonsten ist sie mit schwarzer Strickmode umhüllt. Ihr Radllicht geht nicht, stattdessen hat sie links und rechts eine Taschenlampe in der Hand.
Auf dem Radl eine ältere Dame. Trotz sommerlichen Temperaturen trägt sie eine weiße Strickmütze. Ansonsten ist sie mit schwarzer Strickmode umhüllt. Ihr Radllicht geht nicht, stattdessen hat sie links und rechts eine Taschenlampe in der Hand.
Donnerstag, 31. Januar 2013
Wenn das Leben dich fickt
Manchmal hasse ich das Leben: Man fühlt sich schlecht, ist übermüdet, hat viel geraucht und getrunken, einfach kaputt... Dann verrenkt man sich den Hals. Zu guter Letzt knurrt der Bauch. - Als wenn man dann Bock hat, sich was zu Essen zu machen.
Donnerstag, 11. Oktober 2012
Nasenhaare
Eine Beobachtung am Kölner Hauptbahnhof:
Auf einer Bank sitzt ein älteres Ehepaar. Sie schneidet ihrem Mann in aller Öffentlichkeit die Nasenhaare.
Auf einer Bank sitzt ein älteres Ehepaar. Sie schneidet ihrem Mann in aller Öffentlichkeit die Nasenhaare.
Freitag, 28. September 2012
Aus der Kindheit
Damals, da habe ich alles für meine Barbies getan: eine, die hat mal ein Bein verloren... Da musste mein Opa ihr das Bein mit 'ner Schraube wieder antüddeln. Seitdem hat sie 'nen steifes Bein mit 'ner Schraube drin ^^ die Arme.
Donnerstag, 20. September 2012
Die Bahn, ihre WCs und entspannte Muskulatur
... und ich sag' noch: "... mitten in der Nacht aufstehen." Das war es wirklich.
Um Punkt 05:00 Uhr klingelt der Wecker. Grad wollt ich zum nächsten Traum ansetzen; doch nix da! Ich muss aufstehen. Habe mir extra den Wecker weit weg vom Bett hingestellt, so bin ich gezwungen mich aufzurappeln. Uhh, das Leben ist echt kein Ponyhof.
Um 06:46 Uhr trifft der Zug nach Hamburg am Bützower Bahnhof ein. Ich bin mal wieder unterwegs zu einem Vorstellungsgespräch. Ich friere wie nichts Gutes, ich bin müde wie Sau und gähne den Bahnhof zusammen. Mein Mund kann dabei nicht weit genug aufgehen.
Die 2 1/2 Stunden nach Hamburg habe ich dann im halb dämmernden Zustand hinter mich gebracht. Dabei habe ich eine neue Technik entwickelt, um den freien Platz neben mir zu beanspruchen. Wenn Passagiere einsteigen und einen Platz suchen, klimpere man mit den Augen, so als wenn man jeden Moment einschläft. Dabei ist auf eine entspannte Muskulatur, gerade im Gesicht, zu achten. Da sozial veranlagte Menschen, niemanden beim Einschlafen stören möchten, hat man seine Ruhe. Diese Technik ist effektiver als wenn man so tut als schlafe man schon. Grandios.
In Hamburg habe ich mir dann erstmal einen Kaffee gegönnt. Mit Blick auf die ein- und ausfahrenden Züge, nippte ich genüsslich am heißen Kaffee. Super. Die schönen Kleinigkeiten im Leben machen es aushaltbar. [Das Wort gibt es nicht, aber egal.] Iiieh!!! Irgendwas habe ich plötzlich im Mund. Ein Fremdkörper! Ich pule ihn heraus. Es ist ein durchsichtiges Plastestück. Hm. Ich sollte den Coffee Shop verklagen, denke ich und trinke schnell weiter.
Der ICE nach München ist voll. Ich frage mich, warum die Leute Zug fahren und wohin sie wollen.
Einen Fensterplatz habe ich nicht gefunden, dafür einen Sitz am Gang. Mehr Auswahl gibt es ja auch nicht. Der Vorteil am Gang: man kann die Beine ausstrecken, Nachteil: man kann schlechter aus dem Fenster schauen. Bei einer 6 1/2 stündigen Fahrt ziehe ich aber die Bewegungsfreiheit vor, zumal ich die Strecke eh schon kenne. [http://julianesagert.blogspot.de/2012/07/einmal-deutschland-und-zuruck.html] Ich mache es mir bequem und stelle den Sitz nach hinten. Uhh, wunderbar. Im ICE sitzt man doch relativ bequem. Die Betonung liegt auf relativ. Ich glaube, die haben hier neue Sitze eingebaut. Ich muss das mal recherchieren. Und der Monitor an der Decke ist auch neu. Hm. Nun drückt der Kaffee. [...] Das war gut. Das Klo in der Nähe war sogar benutzbar. In Zügen auf Toilette zu gehen ist ja immer so eine Sache. Entweder stinkt es, sie sind dreckig oder gar unbenutzbar. Bei letzteren prangert dann an der WC-Tür ein Schild "unbenutzbar. Das Personal". Ich frage mich dann immer, ob das Personal Schuld am Zustand des WCs ist. Ich weiß es nicht.
Langsam geht mir das Räuspern des Hintermannes auf die Nerven. Wenn das jetzt bis Nürnberg so weitergeht ... Ich mag nicht daran denken. Die Frau neben mir liest eine Zeitung namens "Das macht Freude". Jawoll ^^ Das nächste Räuspern. *_____________*
Gott sei Dank stieg der Störenfried in Celle aus. Noch länger und ich hätte ihn gebeten sich anderswo zu platzieren. Schließlich sitzen wir im Ruheabteil.
So konnte ich also doch noch die Fahrt genießen. So weit von "genießen" überhaupt die Rede sein kann. So eine Zugfahrt schlaucht furchtbar, trotz oder gerade wegen des Nichtstun.
In Nürnberg erwartet mich der Hochsommer. Vor der Sonne und dem Hunger Schutz suchend, stieg ich in einem Café ab. Noch eine Stunde bis zum Gespräch. Für einen Cappuccino und einer Nussschnecke ist da noch Platz.
Um Punkt 05:00 Uhr klingelt der Wecker. Grad wollt ich zum nächsten Traum ansetzen; doch nix da! Ich muss aufstehen. Habe mir extra den Wecker weit weg vom Bett hingestellt, so bin ich gezwungen mich aufzurappeln. Uhh, das Leben ist echt kein Ponyhof.
Um 06:46 Uhr trifft der Zug nach Hamburg am Bützower Bahnhof ein. Ich bin mal wieder unterwegs zu einem Vorstellungsgespräch. Ich friere wie nichts Gutes, ich bin müde wie Sau und gähne den Bahnhof zusammen. Mein Mund kann dabei nicht weit genug aufgehen.
Die 2 1/2 Stunden nach Hamburg habe ich dann im halb dämmernden Zustand hinter mich gebracht. Dabei habe ich eine neue Technik entwickelt, um den freien Platz neben mir zu beanspruchen. Wenn Passagiere einsteigen und einen Platz suchen, klimpere man mit den Augen, so als wenn man jeden Moment einschläft. Dabei ist auf eine entspannte Muskulatur, gerade im Gesicht, zu achten. Da sozial veranlagte Menschen, niemanden beim Einschlafen stören möchten, hat man seine Ruhe. Diese Technik ist effektiver als wenn man so tut als schlafe man schon. Grandios.
In Hamburg habe ich mir dann erstmal einen Kaffee gegönnt. Mit Blick auf die ein- und ausfahrenden Züge, nippte ich genüsslich am heißen Kaffee. Super. Die schönen Kleinigkeiten im Leben machen es aushaltbar. [Das Wort gibt es nicht, aber egal.] Iiieh!!! Irgendwas habe ich plötzlich im Mund. Ein Fremdkörper! Ich pule ihn heraus. Es ist ein durchsichtiges Plastestück. Hm. Ich sollte den Coffee Shop verklagen, denke ich und trinke schnell weiter.
Der ICE nach München ist voll. Ich frage mich, warum die Leute Zug fahren und wohin sie wollen.
Einen Fensterplatz habe ich nicht gefunden, dafür einen Sitz am Gang. Mehr Auswahl gibt es ja auch nicht. Der Vorteil am Gang: man kann die Beine ausstrecken, Nachteil: man kann schlechter aus dem Fenster schauen. Bei einer 6 1/2 stündigen Fahrt ziehe ich aber die Bewegungsfreiheit vor, zumal ich die Strecke eh schon kenne. [http://julianesagert.blogspot.de/2012/07/einmal-deutschland-und-zuruck.html] Ich mache es mir bequem und stelle den Sitz nach hinten. Uhh, wunderbar. Im ICE sitzt man doch relativ bequem. Die Betonung liegt auf relativ. Ich glaube, die haben hier neue Sitze eingebaut. Ich muss das mal recherchieren. Und der Monitor an der Decke ist auch neu. Hm. Nun drückt der Kaffee. [...] Das war gut. Das Klo in der Nähe war sogar benutzbar. In Zügen auf Toilette zu gehen ist ja immer so eine Sache. Entweder stinkt es, sie sind dreckig oder gar unbenutzbar. Bei letzteren prangert dann an der WC-Tür ein Schild "unbenutzbar. Das Personal". Ich frage mich dann immer, ob das Personal Schuld am Zustand des WCs ist. Ich weiß es nicht.
![]() |
| http://www.schockwellenreiter.de/blog/2010/01/15/warum-fahre-ich-eigentlich-mit-der-bahn-1-klasse/ |
Langsam geht mir das Räuspern des Hintermannes auf die Nerven. Wenn das jetzt bis Nürnberg so weitergeht ... Ich mag nicht daran denken. Die Frau neben mir liest eine Zeitung namens "Das macht Freude". Jawoll ^^ Das nächste Räuspern. *_____________*
Gott sei Dank stieg der Störenfried in Celle aus. Noch länger und ich hätte ihn gebeten sich anderswo zu platzieren. Schließlich sitzen wir im Ruheabteil.
So konnte ich also doch noch die Fahrt genießen. So weit von "genießen" überhaupt die Rede sein kann. So eine Zugfahrt schlaucht furchtbar, trotz oder gerade wegen des Nichtstun.
In Nürnberg erwartet mich der Hochsommer. Vor der Sonne und dem Hunger Schutz suchend, stieg ich in einem Café ab. Noch eine Stunde bis zum Gespräch. Für einen Cappuccino und einer Nussschnecke ist da noch Platz.
Dienstag, 11. September 2012
belesene Leser und dumme Kinder
Ich zeichne mich dadurch aus, dass ich lesen kann. Es gibt ja nicht mehr viele Exemplare, die heutzutage noch fließend lesen können. Ähnlich wie im Altertum und Mittelalter, wo das Lesen meist nur den Klerikern vorbehalten war. "Selbst Könige konnten manchmal trotz Ausbildung durch Hofmeister nicht lesen (und schreiben). Dafür gab es die Kleriker und das Berufsbild des Schreibers, der solche Aufgaben für Lese- und Schreibunkundige erledigte." http://de.wikipedia.org/wiki/Lesekompetenz Heute scheint es wichtiger zu sein in einer Minute, so oft die Maus zu klicken wie es nur geht. Bei Wikipedia ist zu lesen: "Lesen im engeren Sinn bedeutet, schriftlich niedergelegte, sprachlich formulierte Gedanken aufzunehmen und zu verstehen." http://de.wikipedia.org/wiki/Lesen Das erfordert also einen gewissen intellektuellen Grad an Intelligenz. Der Leser muss fähig sein, das Gelesene zu reflektieren. Zudem gehört das Lesen ganz allgemein der Kommunikation an. Da ist nicht verwunderlich, dass bei belesenen Menschen, eine Umschreibung für gebildete Leute, der Ausdruck meist sehr viel weiter entwickelt ist als bei ... nun ... dummen "Netto-Kindern". Bei dieser Unterkategorie von Mensch ist die Sprache meist nur auf wenige Ausdrücke wie "äh", "öh" oder "ey" beschränkt. In Ausnahmefällen ist auch eine Kombination dieser Kurzworte möglich wie "ey deine mudder ey". Bei diesem Beispiel habe ich bewusst auf die Groß- und Kleinschreibung verzichtet, da sie bei "Unbelesenen" so gut wie nicht vorkommt. Diese Unart setzt sich zudem aber auch besonders im Online-Bereich durch. Fürchterlich! Irgendwann verzichtet man dann wohl auch komplett auf Orthografie und der Leser steht dann verloren vor derartigen Murks:
![]() |
| http://www.semox.de/images/bushido_rechtschreibfehler.jpg. |
![]() |
| Jonas Jonasson "Der Hundertjährige" |
Derzeit lese ich "Der Hundertjährige" von Jonas Jonasson (geiler Name) . Das Buch ist sehr witzig geschrieben. Leicht zu lesen, ohne dass die deutsche Sprache da runter leidet. Bei amazon http://www.amazon.de/Der-Hundertj%C3%A4hrige-Fenster-stieg-verschwand/dp/3570585018 ist zu unter der Rubrik Pressestimmen zu lesen: "Ein Schelmenroman erster Güte!" (Der Spiegel ). Das kann ich komplett unterstreichen. Ich lache regelmäßig beim Lesen, was wiederum andere Mitreisende, ich lese meist beim Zugfahren, amüsiert. Der Humor ist leicht ironisch und bissig. Vielleicht nicht immer jedermanns Geschmack, aber meiner durchaus. Im folgenden ein kurzer Ausschnitt der ersten Seiten:
"Lieber abhauen, solange noch Zeit ist, dachte Allan und kletterte mit knacksenden Kniegelenken aus der Rabatte. Soweit er sich erinnern konnte, steckten in seiner Brieftasche ein paar Hunderter, die er sich zusammengespart hatte, und das war auch ganz gut so, denn kostenlos würde er sich sicher nicht verstecken können. Also wandte er noch einmal den Kopf und warf einen Blick auf das Altersheim, von dem er bis vor Kurzem noch geglaubt hatte, dass er bis zu seinem Lebensende darin wohnen würde. Und dann sagte er sich, dass er ja auch ein andermal und anderswo sterben konnte. Der Hundertjährige schlich sich also davon mit seinen Pisspantoffeln (die so heißen, weil Männer in hohem Alter selten weiter als bis zu ihren Schuhspitzen pissen können). Erst durch einen Park, dann an einem freien Feld entlang, auf dem ab und zu ein Markt in dem ansonsten recht stillen Städtchen abgehalten wurde. Nach ein paar hundert Metern bog Allan hinter der stolz aufragenden mittelalterlichen Kirche ab und setzte sich auf eine Bank neben den Grabsteinen, um seinen Knien eine kleine Pause zu gönnen. Mit der Gottesfurcht war es in der Gemeinde nicht so weit her, dass Allan befürchten musste, von seinem Sitzplatz aufgescheucht zu werden. Wie er feststellte, war ein gewisser Henning Algotsson, der unter dem Stein genau gegenüber von Allans Sitzbank lag, genau sein Jahrgang – Ironie des Schicksals. Der Unterschied zwischen ihnen beiden bestand unter anderem darin, dass Henning einundsechzig Jahre früher die Segel gestrichen hatte.
Wenn Allan zu derlei Gedankenspielen geneigt hätte, hätte er vielleicht überlegt, woran Henning wohl im Alter von gerade mal neununddreißig Jahren gestorben sein mochte. Aber in das Tun und Lassen anderer Menschen hatte er sich noch nie eingemischt, nicht, wenn es sich irgend vermeiden ließ, was ja meistens der Fall war. Stattdessen dachte er sich, dass er sich wohl ganz schön verschätzt hatte, als er da so im Heim herumgehockt und zu dem Schluss gekommen war, im Grunde könnte er einfach wegsterben und alles hinter
sich lassen. Denn sosehr es einen auch überall zwickte und zwackte – es war doch viel interessanter und lehrreicher, auf der Flucht vor Schwester Alice zu sein, als reglos zwei Meter unter der Erde zu liegen.
Daraufhin stand das Geburtstagskind auf, trotzte seinen schmerzenden Knien und setzte nach einem Abschiedsgruß an Henning Algotsson seine schlecht geplante Flucht fort."
Eine längere Leseprobe ist unter http://media.libri.de/shop/coverscans/147/14740100_lprob.pdf zu bekommen. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen. Doch denke daran: Lesen gefährdet die Dummheit!
Samstag, 25. August 2012
Der Ententeich
Ein kalter Tag Ende September. Wie immer gehe ich nach der Schule zu meinen Großeltern. Am Fenster wartet schon Opa. Als wenn er schon immer dort gestanden hätte. Er winkt mir zu. Durch das angekippte Fenster zieht warmer Duft in meine Nase. Sie warten wie immer mit dem Mittag auf mich. Nachmittags gehen wir zusammen spazieren. Zu meinem Lieblingsplatz - dem Ententeich in der Gartenkolonie. Wir haben Brotkrumen mitgenommen. Ich füttere die Enten. Ein Schwanenpärchen ist heute auch da.
Es ist schon spät und Mutti kommt mich bald abholen. Ich möchte noch bleiben, aber wir müssen los. Zuhause wartest du schon, doch nicht auf uns. Wir machen Abendbrot. Gesprochen wird nicht. Wenn du fertig bist, decke ich ab. Danach waschen Mutti und ich ab. Hier können wir uns unterhalten. Wie der Tag so war. Ich habe auch einen Bruder.
Als ich etwas älter war, ging ich nach der Schule gleich nach Hause. Ich war ein Schlüsselkind. Aber zu den Enten ging ich trotzdem noch gerne. Allein daheim, räumte ich auf. Machte Hausaufgaben und lernte. Danach besuchte ich Oma und Opa. Am Abend fuhr ich wieder heim. Aber nur ungern - wegen dir.
Heute sind Oma und Opa nicht mehr da. Und auch beim Ententeich war ich seitdem nicht mehr. Ob es das Schwanenpärchen noch gibt? Ich habe die Stadt meiner Kindheit hinter mir gelassen. Auf dem Weg habe ich mich selbst gefunden.
Dienstag, 14. August 2012
Einkaufen im Netto ist toll!
Großartig! Heute lag im Flaschenrücknahmeautomat ein Bon von 4,25 €!!! Ich hab mich gefreut wie 'n kleines Kind.
Freitag, 20. Juli 2012
Einmal Deutschland und zurück
Langsam verfalle ich in den typischen Trancezustand, der mich auf langen Zugreisen befällt. Ich nehme meine nähere Umgebung intensiver wahr. Eine ältere Frau gegenüber schreibt mit dem Füller in ein Blanko-Heft. Lustige Pfeile gepaart mit kurzen Notizen ergeben für mich keinen Sinn. Bis sie zu klatschen anfängt und mit ihren Füßen auf dem Boden eine Choreografie aufführt. - Ob sie Musikpädagogin ist? Die Frau ist ganz in Leinen gekleidet, mit blassen Naturtönen. *** Mittlerweile ist das nördliche Flachland Bergen gewichen. Für mich sind es unglaubliche Höhenzüge, doch objektiv betrachtet wahrscheinlich nicht mehr als kleinere Erhebungen. *** Das helle Tageslicht wechselt nun immer häufiger tiefschwarzer Nächte. Durch die Berge sind Bahntrassen geschlagen. Die dunkel versperrte Aussicht lenkt meinen Blick wieder ins Zuginnere. Es hat etwas behagliches an sich; geborgen im Bauch des Zuges. *** Kurz vor Würzburg sind die ersten Weinberge zu sehen. Die Berge werden auffallend höher und rücken dichter beieinander. Begeistert schaue ich wie ein kleines Kind nach draußen. Ich bin fasziniert. Die Landschaft hat sich nun komplett gewandelt. Selbst die Architektur ist eine völlig andere. Schmale Fachwerkhäuser stehen neben Zwiebelkuppelkirchen und bunte Ikonen schmücken Häuserwände. Ich suche nach Vertrautem. Da erblicke ich ein Getreidefeld.
Reiseroute A Wismar, B Hamburg, C Hannover, D Kassel, E Würzburg, F Augsburg, G München (GoogleMaps)
Donnerstag, 15. Dezember 2011
Dienstag, 13. Dezember 2011
6 Gründe warum der heutige Tag scheiße ist
1. Jmd. hat um 9:30 Uhr geklingelt und mich aufgeweckt
2. ich habe schlecht geschlafen
3. ich habe Nacken
4. ich habe starke Blähungen
5. es ist scheiß Wetter
6. Skype überträgt verzögert
2. ich habe schlecht geschlafen
3. ich habe Nacken
4. ich habe starke Blähungen
5. es ist scheiß Wetter
6. Skype überträgt verzögert
Montag, 12. Dezember 2011
hässlich
Heute habe ich eine Frau mit einem Kastengesicht gesehen. Die war echt hässlich. Aber es muss auch hässliche Menschen geben, denn sonst wüssten die Schönen gar nicht, wie toll sie aussehen. Dennoch bin ich nicht froh, dass dumme Menschen existieren.
Sonntag, 11. Dezember 2011
Abonnieren
Posts (Atom)


